Geographie

Kalabrien grenzt im Norden an die Basilicata, im Westen an das Tyrrhenische Meer und im Süden und Osten an das Ionische Meer. Die Küste erstreckt sich über eine Länge von 780 km. Die Straße von Messina trennt Kalabrien von der Insel Sizilien. Kalabrien ist unterteilt in fünf Provinzen: Cosenza, Catanzaro, Vibo Valentia, Crotone und Reggio Calabria, in denen insgesamt ca. zwei Millionen Kalabresen leben.

Die Regionenhauptstadt, vergleichbar mit den deutschen Landeshauptstädten, ist Catanzaro, wo auch die politische Administration ihren Sitz hat. Größte Stadt in Kalabrien ist Reggio Calabria mit etwas mehr als einer halben Million Einwohner. Die Region erstreckt sich über 15.222 km² und ist fast vollständig von Gebirgszügen bedeckt.

Im Süden liegt der Aspromonte mit dem Montalto (1955 m). Es folgen die Gebirge der Sila und im Norden das Massiv des Pollino mit dem höchsten Berg der Region, dem Serra Dolcedorme (2267 m). Im Sommer dienen die Naturschutzgebiete als Naherholungsgebiete und als Zufluchtsorte, wenn es in den Tälern fast unerträglich heiß wird. Temperaturen von mehr als 35 Grad sind in den Monaten von Mai bis August keine Seltenheit. Durchschnittlich scheint in Kalabrien an 320 Tagen im Jahr die Sonne. Im Winter gibt es viele Wintersportmöglichkeiten wie schneeschuhwandern oder Ski fahren; an manchen Stellen sogar mit einzigartigem Meeresblick. In vier Skigebieten hat man die Möglichkeit auf insgesamt 35 Pistenkilometern Wintersport zu betreiben – und das in einem der südlichsten Skisportgebiete Europas.

Kalabrien wird von zahlreichen Flüssen durchzogen, die allerdings in den Sommermonaten wenig bis gar kein Wasser führen. Der längste Fluss ist der Crati, der als einziger ganzjährig Wasser führt. Zu den größten Seen zählen die Stauseen Lago di Cecita, Lago Arvo und Lago Ampollino.

Durch die vielfältigen landschaftlichen Eigenschaften und der zentralen Lage ist Kalabrien für eine Vielzahl verschiedener sportlichen und kulturellen Aktivitäten geeignet.

Geschichte

Kalabrien war aufgrund seiner exponierten Lage im Mittelmeer und in Europa immer wieder unterschiedlichen Besatzungsmächten ausgesetzt. Ab dem 8. Jahrhundert vor Christus begann die griechische Kolonisation, wodurch die ursprüngliche Bevölkerung ins Landesinnere gedrängt wurde und fast alle Küstenstädte griechisch wurden. Noch heute finden sich Indizien, wie Städtenamen und Dörfer, in denen noch ein altgriechisch-kalabrischer Dialekt, grecanisch gesprochen wird und wo sich noch teilweise Burgen aus dieser Zeit wiederfinden, wie z. B. in Bova, Bova Marina, Gallicianò, Roghudi, Pentedattilo, Amendolea, Cardeto und viele mehr.

Anschließend bekam Kalabrien erst einmal den Namen Bruttium. Der Name Calabria wurde zuerst durch die Halbinsel Salento im heutigen Apulien bekannt. Erst unter der byzantinischen Herrschaft wurde der Name auf beide Gebiete angewandt. Das byzantinische Reich erstreckte sich vom 6. Bis ins 11. Jhd. n. Chr. auch über Kalabrien. Ab dem 11. Jhd. eroberten die Normannen mehrere süditalienische Provinzen, die dann zum Sizilianischen Reich gehörten, ehe Kalabrien zum Ende des 13. Jhd. zum Königreich Neapel gehörte. Danach gab es bis zur Vereinigung des Königreich Italiens im Jahr 1861 weitere Besatzer. Im Jahr 1946 wurde die Republik Italien gegründet und Kalabrien wurde offiziell eine von 20 Regionen. Ab den 1960er Jahren emigrierten dann aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse fast eine halbe Million Kalabresen in nordeuropäische Nachbarländer und vor allem nach Deutschland, das in diesen Jahren sein Wirtschaftswunder gerade erlebt hatte und dringend Arbeitskräfte aus dem Ausland benötigte.

Das kalabrische Essen

Kalabrien steht wie keine andere Region in Italien für die scharfen Pepperoni, den Peperoncini. Vor allem in Diamante werden die Peproncini derart verehrt, dass sie dort ein eigenes Festival ausrichten (http://www.peperoncinofestival.org/).

Neben den Peperoncini sind auch die roten Zwiebeln aus Tropea weltweit berühmt. Geschätzt wird sie für den süßen Geschmack, die leichte Bekömmlichkeit und die antibiotische Wirkung. In Tropea finden sich an jeder noch so kleinen Straßenecke gleich kiloweise gestapelte oder aufgehängte und geflochtene Tropeazwiebeln-Kränze zum Kauf. Die Zwiebel hat sogar eine eigene Zertifizierung für die kontrollierte Ursprungsbezeichnung. I.G.P. (Indicazione Geografica Prottetata). Und die Zwiebeln werden nicht nur zum Kochen und für Salate genutzt. Sie werden auch in Marmeladen, im Eis (!) und eingelegt in Essig als Bruschetta-Belag genutzt.

Ein weiteres Wahrzeichen Kalabriens ist die ‚Nduja Calabrese, die meist scharfe Streichsalami aus Schweinefleisch. Die Streichsalami kann erhitzt werden und schmeckt daher auf dem Brot, in der Tomatensoße, aber auch auf Pizza hervorragend. Die ‚Nduja Calabrese kommt ursprünglich aus dem kleinen Ort Spilinga in der Provinz Vibo Valentia. Für die Produktion der ‚Nduja wird Schweinefleisch genutzt, das mit scharfen Peperoncini gemischt und zerkleinert wird und anschließend im Naturdarm luftgetrocknet oder geräuchert wird.

Neben diesen Spezialitäten ist Kalabrien noch für seine einfachen aber schmackhaften und sehr ursprünglichen Salami- und Käseprodukte bekannt.

Jeder kennt die Salsiccia Calabrese, die es als milde oder scharfe Version gibt. Sie wird zudem, wie viele andere Produkte aus Kalabrien, mit wilden Fenchelsamen gewürzt und abgeschmeckt. Zu finden sind in Kalabrien eine ganze Reihe von verschiedenen Salamisorten und auch hochwertige Rohschinken. Nur um ein paar aufzuzählen, können hier die Soppressata, Schiacciata, luftgetrockneter Bauchspeck, der Pancetta, den es gerollt oder flach zu kaufen gibt, oder der Capicollo, ein wunderbarer Schinken aus der Schulterregion des Schweins genannt werden. Aber auch Spezialitäten wie der Culatello werden in Kalabrien hergestellt. Im Aspromontegebirge wird der Culatello d’Aspromonte hergestellt, der ungefähr sechs Monate im Gewürzmantel mit Salbei, Lorbeerblätter, Minze, Rosmarin, wilden Fenchelsamen und wildem Oregano reift, eher er mithilfe von Salz und kalabrischem Wein gepökelt und gewaschen wird, um dann im Naturdarm verpackt zu werden.

Was die Käsevielfalt angeht, muss sich Kalabrien nicht verstecken. Caciocavallo, Caciotto, Pecorino, Mozzarella Silana, Provola, Caprino, Ricotta oder Strazzatella werden, je nach Provinz und Gemeinde in Kalabrien in Varianten hergestellt und dann frisch, luftgetrocknet oder geräuchert genossen.

Kalabrien bietet einer außergewöhnlich großen Vielfalt an Früchten und Gemüsen einen perfekten Nährboden. So ist es wenig verwunderlich, dass neben den gängigen Fruchtsorten z. B. auch seit Jahren Kiwis angebaut werden. Wenn man eine Frucht herausheben möchte, die sinnbildlich für Kalabrien steht und in aller Welt bekannt ist, wenn auch nur indirekt, dann muss man die Bergamotte nennen. In einem Abschnitt von nur 100 Kilometern zwischen Villa San Giovanni und Gioiosa Ionica wird die Zitrusfrucht mit der dicken Schale angebaut. Dort findet über 90 % der Jahresweltproduktion statt. Sie wird hauptsächlich für Nahrungsmittel- und Kosmetikindustrie genutzt. Das Bergamottenöl, das aus der Schale der Bergamotte gewonnen wird, dient als Duftnote in fast allen Parfums, Seifen oder Deodorants, die einen zitronigen Duft erzielen wollen. Im Lebensmittelbereich findet das Bergamottenöl Verwendung in hochwertigen Olivenölen. Hier werden die Bergamotten gemeinsam mit den Oliven kaltgepresst. Gerade bei Olivenölen mit verschiedenen Geschmacksrichtungen sollte darauf geachtet werden, dass frische Bergamotten verwendet werden und keine künstlichen Aromen. Die wohl bekannteste Verwendung von Bergamottenöl kennt wohl jeder – die Teesorte Earl Grey wird mit Bergamottenöl, das ziemlich sicher aus Kalabrien stammt, verfeinert.

KALABRIEN & DISPROCAL

Unsere Mission ist es, die kalabrische Essens- und Lebenskultur nach Deutschland zu bringen. Dazu gehören ausgewählte, hochqualitative Lebensmittel, die man so rein und natürlich nur selten in Deutschland findet.

Eine der wichtigsten Säulen Kalabriens sind die kleinen landwirtschaftlichen Familienbetriebe, die über Generationen Produkte höchster Qualität herstellen. Wir von Disprocal arbeiten ausschließlich mit kleineren Betrieben zusammen, die wir alle persönlich kennen. Wir pflegen einen familiären Umgang, der wiederum verschiedene Werte wie Vertrauen, Transparenz und Respekt verlangt. Unsere Produzenten wollen nicht mit einer großen Vertriebsstruktur zusammenarbeiten, weil sie wissen, dass jedes Jahr an der Preisschraube gedreht wird. Das funktioniert bei uns anders.

Ausschließlich persönlich ausgesuchte Erzeuger aus Kalabrien können ihre traditionell hergestellten Produkte mithilfe von Disprocal einem exklusiven Publikum vorstellen und von einem neuen Absatzkanal profitieren.

Mit jedem unserer Ansprechpartner, ob Erzeugerbetrieb oder Kunde, pflegen wir einen intensiven Austausch und einen familiären Ton. Somit kombinieren wir von Disprocal ‚La dolce vita‘ mit Familienwerten und Tradition. Dadurch profitiert auch die Region selbst.

Unsere Kunden profitieren in erster Linie von Transparenz. Wir versprechen ihnen, dass wir keine Informationen bezüglich unserer Produkte für uns behalten. Unser Motto lautet hier: „Wir können nicht nur eine hohe Qualität bei unseren Produkten garantieren, weil wir die Menschen und die Produktionsverfahren vor Ort kennen. Wir bringen unsere Kunden auf Wunsch auch direkt in Kalabrien mit unseren Produzenten in Kontakt!“ Wo finden Sie das sonst noch?

GENIESSER-REISEN MIT DISPROCAL

Wir wenden einen Großteil unserer Zeit auf, um die Beziehungen zu unseren ausgewählten Familienbetrieben und Partnern aufzubauen. Wie das geht? Mit Zeit, Geduld, Vertrauen und sehr viel Pasta e Vino. Warum wir ausschließlich mit Familienbetrieben zusammenarbeiten? Wir sind selbst in einer großen Familie aufgewachsen. Wir sprechen dieselbe Sprache, wir teilen dieselben Werte. La famiglia eben! Unsere Partner haben ebenfalls die selben Werte und Vorstellungen. So entsteht ein Netzwerk aus guten Freunden, mit denen man Gutes bewirken kann.